American Dream – Drei Monate entlang der Ostküste!

New York, New York

Manchmal entstehen neue Abenteuer, während man noch mitten in einem anderen Abenteuer steckt. Als ich Anfang 2016 das dritte Mal in Melbourne war, entschied ich, Ende des Jahres endlich einen weiteren Punkt von meiner Bucketlist abzuhacken. Während ich früher immer sicher war, dass ich irgendwann einmal in New York leben würde, hatte ich es nun bereits dreimal ans andere Ende der Welt geschafft, nicht aber nach Amerika. Das sollte sich im Oktober 2016 ändern, als ich im Flugzeug nach New York saß. Ebenso wie in Israel sind auch die Kontrolle am Flughafen in Amerika sehr streng. Als ich durchgewunken wurde und die Halle des berühmten John F. Kennedy International Airport in New York verließ, hatte ich endlich amerikanische Boden unter den Füßen. Mit der Bahn ging es für mich ins Stadtzentrum und während ich dasaß und mir die Leute um mich herum anschaute, fühlte ich mich wie in einem Film. Tausend Mal hatte ich die Umgebung in Filmen gesehen und nun war ich endlich da. New York – was für eine beeindruckende Stadt. Aber auch sehr teuer, wie ich schnell herausfand, als ich die airbnb Wohnung betrat, in der ich die nächsten Tage verbrachte. Der Besitzer hatte das Wohnzimmer mit einer Wand geteilt und die andere Hälfte zu Hotelpreisen vermietet – ganz normal in New York. Die Lage war gut und da ich nach der Anreise völlig erschöpft war, fiel ich nur noch ins Bett.

New Yorks Markenzeichen – die gelben Taxen

New York

Am nächsten Morgen machte ich mich hochmotiviert fertig und stellte fest, wie heiß es im Oktober noch in New York sein kann. Mit Kleid und Flip-Flops zwischen Weihnachtsplakaten – eine andere Welt. Erster Halt – Times Square. Der Platz der Leuchtwerbung, wie er meiner Meinung nach heißen sollte. Weiter zum Rockefeller Center, wo bereits die Eislaufbahn, die ich aus „Kevin allein in New York“ kannte, aufgebaut war und neben der bald der beeindruckende Weihnachtsbaum stehen würde. Doch erstmal ging es hoch hinaus, um den Ausblick über New York und den Central Park zu genießen. Wenn man da oben so steht, passiert etwas mit einem – ich kann es nicht beschreiben, aber plötzlich hat man das Gefühl, alles schaffen zu können! „If you can make it here, you can make it anywhere” sang schon Alicia Keys. Weiter ging es mit einer Rikscha durch den Central Park. Mittagspause in der Sonne, mitten in New York. An der Wall Street waren alle immer in Eile und man hatte das Gefühl, dass jeder der sich hier tummelte, super wichtig war.

Die Eislaufbahn vor dem Rockefeller Center

Der Ausblick vom Rockefeller Center

Empire State Building

Der Ausblick vom Rockefeller Center

Der Ausblick vom Rockefeller Center auf den Central Park

Mittagspause im Central Park

Das 9/11 Denkmal am Ground Zero machte nachdenklich. Die Bilder, die jeder damals im Fernsehen gesehen hatte, waren wie eingebrannt. Die eingravierten Namen von den Leuten, die an diesem Tag ums Leben gekommen waren – ich hatte das Gefühl, ich hätte jeden einzelnen bereits gehört. Gänsehaut!

Das heutige World Trade Center

Das 9/11 Denkmal am Ground Zero

Die Wahl zwischen Trump und Clinton stand kurz bevor – und plötzlich hatte ich das Gefühl Trump würde bereits ganz New York gehören. Ein Trump Building reihte sich an das nächste – und war ebenso bescheiden wie er.

In New York ist Trump überall mit seinen Gebäuden vertreten

Nach einem reinen Sightseeing-Stopp in New York City ging es für mich weiter durch den Bundesstaat New York. Noch nie hatte ich einen so wunderschönen Herbstwald gesehen, wie auf diesem Weg. Der Wald strahlte in allen Farben – gelb, rot, braun, grün – ein einmaliges Bild. In Amerika gibt es nicht nur vorrangig Holzhäuser, sondern einzelne Siedlungen bestehen alle aus dem gleichen Haustyp. Da kann man sich leicht verirren. Halloween stand vor der Tür und es wurde deutlich, dass die Amerikaner verrückt nach diesem Feiertag waren. Jedes Haus glich einem einzigen Kunstwerk.

Boston

Christmas in Boston, Massachusetts

In Boston verbrachte ich die Weihnachtszeit – mit sehr viel Schnee! Weiße Weihnachten und das „Nutcracker“ Musical am Weihnachtsabend – was für ein Erlebnis. Ich hatte das Gefühl, ich konnte auf dieser Reise einen Punkt nach dem nächsten von meiner Bucketlist streichen. Die Shops der bekannten Marken vom Toten Meer, für die ich in Australien gearbeitet hatte, waren in Amerika noch um einiges beeindruckender. In Amerika war alles groß – Wallmart war für mich der absolute Horror. Wer sollte sich bei dieser Auswahl jemals entscheiden können? Zudem schien es Essen und Getränke immer nur im Familienpack zu geben. Das mit dem Essen war sowieso so eine Sache – hat man es die ersten Tage noch genossen, Burger, Pizza und Pommes in sich hineinzustopfen, konnte ich es bald nicht mehr sehen. Ich bekam das Gefühl, dass es fast unmöglich war, hier etwas Gesundes zu finden. Popcorn als Vorspeise – überall heiße Butter Stationen, um das Essen noch fetter zu machen, als es schon war und Sendungen wie „My 600-lb Life“ liefen am Fernsehen rauf und runter.

Boston

Boston

Hello Mr. President – Washington D.C.

Mit dem Bus ging es am ersten Tag des neuen Jahres von Boston nach Washington D.C. Selten hatte ich eine so saubere Stadt gesehen – aber schließlich wohnte hier der Präsident. Es war regnerisch und kalt – am liebsten hätte ich den ganzen Tag in meinem schönen Hotelzimmer verbracht, aber ich hatte nicht allzu viel Zeit bevor es weiter ging. Und so machte ich mich bewaffnet mit Schirm und dicker Jacke auf, um zu sehen, was Washington zu bieten hatte. Das weiße Haus war viel kleiner, als ich erwartet hatte und fiel neben den ganzen anderen weißen, viel imposanteren weißen Gebäuden gar nicht auf. Das Lincoln Memorial fand ich da schon um einiges beeindruckender, vor allem den Ausblick auf das Washington Monument. Am National World War II Memorial wäre ich fast erfroren und so beschloss ich weiter in die Sonne zu fliegen.

Vor dem Lincoln Memorial

Washington Monument

National World War II Memorial

United States Capitol

Vor dem United States Capitol

Welcome to Miami!

Welcome to Miami! Miami, das hieß Urlaubs Feeling pur! Der Strand, die Leute – hier passierten schon einige skurrile Dinge. Als ein Brasilianer mit einem weißen, durchsichtigen Nichts aus dem Wasser kam und sich in seiner ganzen Größe präsentierte, musste ich direkt an Simon Gosejohann in Comdeystreet denken. Als sich der ganze Strand dazu genötigt fühle, unter anderem ein schwules Päarchen und Big Mama, sich einzumischen, hörte das Gelächter nicht mehr auf. Mit dem Auto ging es weiter zu den Keys, eine Kette aus über 200 Koralleninseln, die durch Brücken verbunden sind. Wunderschön, aber tückisch. Denn die Straße hat nur eine Fahrbahn in jede Richtung und so kann es unter Umständen ewig dauern, bis man ankommt.

Miami

Miami

Miami

The Keys

The Keys

Universal Studios in Orlando

Von Miami ging es für zwei Tage mit dem Bus weiter nach Orlando in die Universal Studios. Auch ein absolutes Muss. Die Achterbahnen waren zwar nicht so meins, aber die Atmosphäre und die nachgebauten Kulissen von Harry Potter waren cool. Wer hätte gedacht, dass es so viele fanatische Fans gibt, die 100 Dollar für einen Stab ausgeben, der per „Zauberspruch“ Wasser aus einem Brunnen kommen lässt – aber eben nur an diesem einen Brunnen! Nach einem Stopp in einem Real American Dinner und der Horrorshow bekam man noch Freikarten fürs Wrestling. Die Begeisterung für diesen „Sport“ konnte ich nicht teilen. Es war einfach zu schlecht, als das es auch nur ein Mensch in der Arena ernst nehmen konnte.

Universal Studios Orlando

Universal Studios Orlando

Harry Potter Kulissen

Real American Dinner

Wrestling – die Begeisterung für diesen „Sport“ konnte ich nicht teilen

Back to NYC

Bevor es für mich zurück in mein Studentenleben nach Berlin ging und mir meine Bachelorarbeit bevorstand, stoppte ich noch einmal in New York. Diesmal gönnte ich mir ein Hotel direkt am Times Square mit Pool und Sauna. Ich lief über die Brooklyn Bridge, fuhr nach Staten Island um mir die Freiheitsstatue anzuschauen, machte das obligatorische Foto in der Central Station à la Gossip Girl, besuchte das Nutella Café und aß meinen letzten Burger im TGI Friday´s. Wenn New York eines bot, dann shoppen bis zum Umfallen – und so wurden ein paar alten Sachen aussortiert und noch einmal richtig zugeschlagen.

Brooklyn Bridge

Auf dem Weg nach Staten Island

Freiheitsstatue

Der Blick von Staten Island nach New York

Central Station à la Gossip Girl

Nutella Café NYC

New York – what dreams are made off – I will come back!

NYC

I will come back!

creamandtravel
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Als Autorin und Gründerin von Cream & Travel berichte ich dir von meinen Abenteuern aus Berlin und der Welt und biete dir die Möglichkeit weltweit zu arbeiten und so deine Reisen zu finanzieren. Frei nach dem Motto: „Alles beginnt mit einem ersten Schritt – Buche jetzt!“

As the author and founder of Cream & Travel I´m taking you with me on my travels and offer you the possibility to work worldwide to finance yours, because everything starts with a first step!

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