Getting lost without getting lost – wie Routinen dir auch beim Reisen ein Alltagsgefühl verleihen

Momentan bin ich so viel unterwegs, dass mein Leben gerade eher daraus besteht, mein Koffer ein- und auszupacken, mein Bett, sowie meine Umgebung ständig zu wechseln und immer wieder mit neuen Leuten zusammen zu wohnen. Was traumhaft klingt (was es auch meistens ist) kann manchmal aber auch ganz schön anstrengend werden. Während Routinen sich oft auf der „Langweiligkeitsskala“ gleich unter dem Wort „Alltag“ einreihen, sind sie es, die wir manchmal so nötig brauchen. Unsere Generation schreit es nach draußen „Get lost“ – was nach Abenteuer klingt, braucht hin und wieder jedoch etwas Struktur, damit man nicht total verloren geht.

Routine = Sicherheit?

Gewohnheiten und Routinen verleihen uns in unserem alltäglichen Leben ein Gefühl von Sicherheit. Je mehr gefühlte Sicherheit man hat, oder je mehr man gebunden ist, desto schwerer fällt es uns, uns von dem Alltäglichen zu lösen. Natürlich soll das Reisen gerade dazu da sein, neue Eindrücke zu gewinnen und neue Erlebnisse zu verbuchen. Trotzdem brauchen wir gerade wenn wir weit weg von Zuhause sind etwas Vertrautes, was uns ein gutes Gefühl gibt.

Genau aus diesem Grund machen manche Leute jedes Jahr am gleichen Urlaubsziel, in dem selben Hotel, Urlaub. Denn hier wissen sie, was sie haben. Unser Körper ist nicht auf Veränderungen ausgelegt. Denn unser natürlicher Instinkt ist die Sicherheit. Und selbst die größten Reisejunkies unter uns kennen das komische Gefühl, dass einen ereilt, wenn man die ersten Tage an einem neuen Ort ist, den man nicht kennt. Dies ist nichts Schlechtes, denn Veränderung sind die beste Ressource etwas zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Fühlt man sich doch einmal ein bisschen verloren, helfen einige Routinen, um uns das komische Gefühl zu nehmen. Natürlich hilft die Lieblingsmusik, das Lieblingsessen oder Kontakt zu den Lieben zu Hause immer weiter, denn Vertrautes gibt uns gleich ein besseres Gefühl. Jeder kennt wohl das glückliche Gefühl, wenn man am anderen Ende der Welt sein Lieblingsessen entdeckt. So ein Gefühl bekam ich in Bangkok, als ich nach den ganzen Dingen die schief gelaufen sind eine deutsche Bäckerei entdeckte und dort mehrere Stunden verbrachte.

Was mir immer hilft, ist mein Zimmer mit persönlichen Sachen einzurichten. Natürlich nicht, wenn ich nur einige Nächte in einem Hotel verbringe. Sobald ich aber länger an einem Ort bin, dekoriere ich mein Zimmer, um mich zu Hause zu fühlen. Dabei hilft meine eigene Bettwäsche, die ich immer von Zuhause mitbringe, ein paar Fotos und meine persönlichen Sachen. Nicht mehr aus dem Koffer zu leben ist ein weiterer Tipp. Sobald man seine Sachen auspackt, bekommt man das Gefühl angekommen zu sein.

Die Umgebung kennenlernen, um sich heimisch zu fühlen

Um sich in seiner neuen Umgebung wohl zu fühlen, muss man diese erst einmal erkunden. Am besten macht man dies zu Fuß, denn dann entdeckt man meist wundervolle Orte, die schnell zu Lieblingsplätzen werden. Mache den nächsten Supermarkt ausfindig, sowie all die Dinge, die du für dein tägliches Leben brauchst. Finde heraus, welche Wege du zu deiner Arbeit, deinen Freunden und deinen täglichen Zielen, gehen musst. Denn dann endest du nie in der Situation, in der du völlig erschöpft an einem Punkt angekommen bist und keine Ahnung hast, wie du von hier nach Hause kommst.

Viele erfolgreiche Menschen schwören zudem auf eine Morgenroutine und auch ich arbeite gerade daran. Denn wenn man selbstständig arbeitet, verleitet dies oft dazu, den ganzen Tag im Bett zu verbringen oder aus dem Hotelbett aufzuspringen und gleich zur Messe zu fahren. Oft hinterlässt dies aber ein schlechtes Gefühl. Und tatsächlich habe ich bei vielen meiner Kollegen eine Morgenroutine festgestellt. Einige gehen morgens vor der Arbeit spazieren, andere meditieren und wieder andere starten mit einem Gebet in den Tag. Was auch immer es ist, Routinen strukturieren unseren Tag. Ob du nun dein Croissant zusammen mit einem Orangensaft auf dem Weg zur Messe genießt, deinen Tag mit einem Kaffee und einer Zeitung startest oder dich bereits morgens zum Joggen überwinden kannst – mache, was dir guttut.

Übrigens ist es mit Routinen so eine Sache, bis sie sich fest etabliert haben. Man muss dranbleiben! Wie Laura Malina Seiler sagt, das Warum muss größer sein als dein Ego. Das heißt der Grund, warum du diese Routine in deinem Leben etablieren willst, muss dir wirklich wichtig sein, denn ansonsten ist die Routine in zwei Tagen vielleicht auch schon wieder Geschichte. Es lebe der (Reise-)Alltag!

 

creamandtravel

Als Autorin und Gründerin von Cream & Travel berichte ich dir von meinen Abenteuern aus Berlin und der Welt und biete dir die Möglichkeit weltweit zu arbeiten und so deine Reisen zu finanzieren. Frei nach dem Motto: „Alles beginnt mit einem ersten Schritt – Buche jetzt!“

As the author and founder of Cream & Travel I´m taking you with me on my travels and offer you the possibility to work worldwide to finance yours, because everything starts with a first step!

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