Hostel 1 x 1

Mit diesen kleinen Tricks wird dein Aufenthalt um einiges angenehmer!

Hostels – Fluch oder Segen? Als Backpacker wirst du viele Nächte in Hostels verbringen, dabei ist der Standard bei weitem nicht immer der Gleiche. Wie du das richtige Hostel für dich findest und mit welchen kleinen Tricks du deinen Aufenthalt angenehmer gestalten kannst, erfährst du hier:

Wo findet man das richtige Hostel?

Es gibt verschiedene Wege ein Hostel zu buchen. Zuerst solltest du dir aber Gedanken darüber machen, was du von deinem Aufenthalt erwartest. Möchtest du ein Party- oder ein ruhiges Hostel? Wo soll es gelegen sein? Mit wie vielen Leute möchtest du dein Zimmer maximal teilen? Gemischtes Zimmer oder Frauenschlafsaal? Was ist dein Budget? Badezimmer im Zimmer oder auf dem Flur? Mit Frühstück oder ohne? Soll es Gemeinschaftsräume, eine Bar, einen Pool oder ähnliches geben? Etc.

Nachdem du diese Fragen für dich beantwortet hast, kannst du dich auf die Suche machen. Vorab gesagt, würde ich Empfehlungen von anderen Backpackern immer vorziehen, denn hier hast du die Informationen aus erster Hand. Ansonsten gibt es auch oft Hostel Ketten – wie beispielsweise das Nomads in Australien. Hat dir der Aufenthalt in einem Ort gefallen, kannst du (fast immer) davon ausgehen, dass der Standard an einem anderen Ort ähnlich ist.

Buchst du online, gibt es die verschiedensten Onlineplattformen, über die du buchen kannst. Dabei gilt es nicht nur auf die vergebenen Sterne zu achten, sondern sich wirklich ein paar Bewertungen durchzulesen. Ich habe immer bei booking.com geschaut und mir parallel die Bewertungen und Nutzerfotos! auf TripAdvisor.de angeschaut. Damit bin ich immer gut gefahren und es gab keine bösen Überraschungen.

Welcher Schlafsaal?

Die Art des Schlafsaals ist eine individuelle Entscheidung. Mir persönlich war das Teilen des Hostelzimmers mit mehr als acht Personen (vier Hochbetten) zu viel. Anfangs habe ich immer nur Frauenschlafsäle gebucht, habe aber festgestellt, dass die gemischten Schlafsäle tatsächlich meist sauberer, entspannter und vor allem günstiger sind. Natürlich kommt es aber immer darauf an, mit wem man sich das Zimmer teilt. Ist man auf Reisen und verbringt sowieso immer nur ein paar Nächte an einem Ort, ist alles halb so schlimm. Verweilt man allerdings länger an einem Ort und will in einem Hostel wohnen, obwohl man dort einer Tätigkeit nachgeht, sollte man sich ein bisschen mehr Luxus gönnen. Schließlich muss man für das Arbeiten ausgeruht sein und will einen Ort haben, an dem man sich auch mal zurückziehen kann. Allgemein ist zu überlegen in eine andere Art der Unterkunft zu ziehen, wenn man länger an einem Ort ist; allein aus Kostengründen. Entscheidet man sich trotzdem für das Hostel, wie Sophie und ich in Rockhampton, ist ein Zweibettzimmer mit einer Person, die man mag und auf die man sich verlassen kann, auf jeden Fall angenehmer.

Badezimmer im Zimmer oder Gemeinschaftsbad?

Die Meisten würden wahrscheinlich lautstark für ein Badezimmer im eigenen Zimmer plädieren. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Gemeinschaftsbad seine Vorteile hat. Zum einen ist es günstiger, zum anderen ist das Bad im Zimmer meist geräuschmäßig nicht wirklich von dem Rest getrennt und somit hat man keine Ruhe sein Geschäft zu erledigen. Zudem bildet sich oft eine Schlange vor der Badezimmertür, weil sich alle gleichzeitig fertig machen müssen, gerade wenn es zusammen auf eine Tour geht. Hinzu kommt, dass man in einem Gemeinschaftsbad immer die Wahl zwischen mehreren Duschen und Toiletten hat, sollte eine mal nicht so sauber sein. Im Zimmer hingegen hat man nur die eine Wahl. Dementsprechend bin ich pro Gemeinschaftsbad, es sei denn, man teilt sich den Schlafsaal nur mit Leuten, die man schon länger kennt.

Hochbett – oben oder unten?

Hier lautet die Antwort meist unten – beide haben allerdings ihre Vor- und Nachteile.

Unten:

Vorteile

Nachteile

Man kann seine Sachen unter dem Bett verstauen.

Dein Bett wird immer als Sitzgelegenheit genutzt, sobald es Zusammenkünfte im Zimmer gibt.

 

Man muss im betrunkenen Zustand nicht die Leiter hochklettern.

 

Wenn du schläfst, laufen andauernd Leute direkt an deinem Gesicht vorbei.

 

Man kann sich einen Vorhang aus Decken und Handtüchern basteln und hat so etwas mehr Privatsphäre.

 

 

Oben:

Vorteile

Nachteile

Dein Bett wird nicht als Sitzgelegenheit für jeden benutzt.

Du kannst deine Sache nicht so gut verstauen und musst immer runterklettern, wenn du etwas brauchst.

Du wirst nicht geweckt, weil Leute die ganze Zeit an deinem Gesicht vorbei spazieren.

Es kann oben ganz schön wackelig werden, wenn Leute sich dazu entschließen, unter dir Sex zu haben.

Da du oben liegst, bist du etwas mehr abgeschottet und hast gefühlt etwas mehr Privatsphäre.

 

Frühstück inklusive – ja oder nein?

Klares JA! Natürlich ist das Frühstück nicht gerade gesund oder reichhaltig und wird meist zu Zeiten serviert, in der die meisten Backpacker gerade mal ihre Partynacht beendet haben, aber es lohnt sich trotzdem das Frühstück mitzunehmen. Zur Standartausstattung in Australien gehörten immer Cornflakes mit Milch und Weißbrot mit Marmelade und Erdnussbutter. Nicht unfassbar lecker – aber man hat die erste Mahlzeit ohne große Anstrengung im Bauch und kann den Tag ohne Gedanken an die erste Nahrungsaufnahme starten. So spart man zudem viel Geld.

Wie verhält man sich in der Gemeinschaftsküche?

Zuerst sollte man sich eine stabile Kühltasche, sowie eine normale Tasche zulegen und diese mit seinem Namen, als auch der Zimmernummer versehen. Die eine ist für den Kühlschrank, die andere ist für die Dinge, die man nicht kühlen muss. Man sollte genau planen, wie viele Tage man an einem Ort ist und was man wirklich braucht, denn Lebensmittel können in anderen Ländern ziemlich teuer sein. Neben frischen Lebensmitteln und Obst sollte immer etwas vorhanden sein, wie beispielsweise Pasta mit Soße, das man sich auf die Schnelle machen kann.

Manche Backpacker entscheiden sich dazu, zusammen einzukaufen. Das lohnt sich aber nur, wenn man ungefähr das gleiche isst. Kaufen ein Vegetarier und ein Fleischesser zusammen sein, schneidet der Vegetarier meist preislich schlechter ab, da Fleisch oft teuer ist.

In jedem Hostel gibt es ein Fach mit Lebensmittel von bereits abgereisten Backpackern an dem man sich umsonst bedienen kann. Hier sollte man auch seine Lebensmittel reinlegen, bevor man selbst abreist. Sharing is caring!

An den Kühlschränken hängen meist Informationen – diese sollte man lesen! Manchmal werden die Kühlschränke gesäubert und alle Lebensmittel, die noch an diesem Platz stehen, weggeschmissen oder für alle zur Verfügung gestellt. Pass auf, wo Du Deine Sache hinstellst, sonst hast Du schnell nichts mehr zu essen! Lebensmittel sind übrigens die Sachen, die in einem Hostel am meisten geklaut werden!

Sich mit dem Hostel vertraut machen

Oft bietet ein Hostel mehr, als man denkt. Daher sollte man sich mit seiner Unterkunft gut vertraut machen. Gibt es einen Pool, Aufenthaltsräume oder hat das Hostel Kooperationen mit bestimmten Restaurants, wo Du Dein Essen günstiger bekommst? Welche Touren bietet Dein Hostel an und sind diese günstiger, als die von anderen Veranstaltern? Gibt es eine Backpacker-Night-Out, um andere Backpacker kennenzulernen? Welche Programmpunkte bietet das Hostel sonst an? Beachvolleyball, Fußball, BBQ?

Ich persönlich habe immer geschaut, wo es noch andere Schlafmöglichkeiten gibt, wie beispielsweise einen Aufenthaltsraum. Falls man mal ein gemischtes Zimmer gebucht hat, aber das Glück hat dieses mit sieben lautstark schnarchenden Männern zu teilen, die um die Wette schnarchen und man nicht ein Auge zu kriegt, ist dies eine sehr wertvolle Information!

Viel Spaß und Gute Nacht!

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