Shit happens

und wie Du dich im Ausland am besten verhältst

Sich aus Angst nicht auf das Abenteuer seines Lebens einzulassen, ist keine Option! Zudem bleiben die meisten Backpacker vor schlimmeren Pannen verschont. Trotzdem kann man bestimmten Situationen vorbeugen und sollte wissen, wie man sich in bestimmten Notsituationen am besten verhält.

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Bloß nicht den Kopf hängen lassen!

Verlust / Diebstahl von Dokumenten und Geld

Doppelt hält besser! Dieser Vorsatz gilt bei allen Reisedokumenten. Deshalb kopiere vor Reisebeginn deinen Pass, deine Bankdokumente und medizinischen Unterlagen und bewahre die Originale und Kopien getrennt voneinander auf. Alternativ kannst du die Kopien deiner Unterlagen auch bei Freunden oder Familie lagern, sodass diese dir die Unterlagen im Notfall zukommen lassen können.

Solltest du deine Dokumente verlieren oder beklaut werden, hast du so immer noch eine Möglichkeit dich auszuweisen.

Zudem solltest du dir wichtige Nummern wie deine Kreditkartennummer, deine Passnummer ebenso wie wichtige Kontaktnummern, wie beispielsweise den Kontakt von deiner Bank, in dein Handy einspeichern oder ausdrucken. So kannst du im Notfall deine Bankkarte sperren lassen, wenn diese verloren gegangen ist.

Passverlust:

Geht dir dein Reisepass verloren, musst du dies umgehend bei der örtlichen Polizeistelle melden. Bei der deutschen Auslandsvertretung im jeweiligen Land kannst du dann persönlich einen neuen Pass beantragen. Dies geht immer schneller, wenn du eine Kopie deines Passes vorlegen kannst.

Geldkartenverlust:

Geht dir deine deutsche Geldkarte verloren, solltest du diese umgehend sperren lassen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Alle Kreditkartenanbieter stellen dir auf Wunsch innerhalb kurzer Zeit eine neue Karte aus – die Kosten dafür können allerdings variieren. Sprich am besten vor Abreise mit deiner Bank und kläre den Ablauf für den Notfall.

Geldbeschaffung:

Gerade, wenn du alleine reist, solltest du dafür sorgen, dass dein Geld nicht nur aus einer Quelle kommt. Denn wenn deine Kreditkarte dann beispielsweise verloren gehen sollte , stehst du ohne Geld da. Bewahre immer etwas Geld woanders auf oder überlege dir Alternativen, wie beispielsweise Reisechecks. Sollte es wirklich einmal hart auf hart kommen, bitte deine Familie dir über Western Union Geld zukommen zu lassen.

Sachbeschädigungen:

Passiert dir im Ausland ein Unfall, bei dem es zu einem Sachschaden kommt, gilt es diesen Schaden bei der Polizei zu melden. Diese werden alle wichtigen Daten aufnehmen und dir den weiteren Ablauf erklären. Lasse dir von allen Unterlagen immer eine Kopie aushändigen und mache, wenn möglich, Fotos von dem Schaden, damit du etwas vorzuweisen hast. Informiere dich vorab darüber, welche Schäden deine Versicherung abdeckt und wie der Ablauf gehandhabt wird. Solltest du im Ausland vorhaben dir ein Auto zu kaufen, informiere dich bereits vorab über verschiedene Möglichkeiten und Versicherungen. Lege zudem  immer etwas Geld für eventuelle Reparaturen zur Seite.

Krankheit:

Bei langen Auslandsaufenthalten kannst du fast davon ausgehen, dass du an einem Arzt- oder Krankenhausbesuch nicht vorbeikommst. Schließlich bist du in Deutschland höchstwahrscheinlich auch mindestens einmal im Jahr beim Arzt. Daher ist die Auswahl der Reisekrankenversicherung besonders wichtig. Du solltest genau vergleichen, welche Versicherung, dir welchen Service bietet. Da es in vielen Ländern, wie beispielsweise Australien oder Amerika, keine Krankenversicherung gibt, können Arztbesuche hier ganz schön ins Geld gehen. Ein Krankenhausbesuch kann pro Nacht 1500 Dollar kosten. Oft musst du in Vorleistung treten und bekommst das Geld erst anschließend von der Versicherung wieder. Damit du dich im Falle einer Krankheit nicht fragen musst, ob du zum Arzt gehen kannst und wie der Ablauf ist, solltest du vorab mit deiner Versicherung sprechen. Manche Versicherungen haben Kooperationen mit Ärzten im Ausland, zu denen du gehen kann, ohne in Vorleistung treten zu müssen. Zudem kann deine Versicherung dir auch oft bei der Wahl des richtigen Arztes helfen.

Ansonsten gilt: Nicht verrückt machen! In westlichen Länder ist das Gesundheitssystem gut ausgebaut, das Krankenpersonal nett und hilfsbereit.

Ich selbst war in Melbourne einmal im Krankenhaus, da ich keine Luft mehr bekommen habe. Wahrscheinlich war es eine allergische Reaktion. Ich habe mich viel zu lange gequält, weil ich mich vorher nicht mit der Versicherung befasst habe. Schließlich musste ich doch ins Krankenhaus, habe Morphium bekommen (ja, in anderen Ländern wird schneller zu krasseren Mitteln gegriffen) und musste eine Nacht zur Beobachtung bleiben. Leider hat mein Englisch nicht für die medizinischen Fachbegriffe gereicht und so mussten die Krankenschwestern ihr Talent in Pantomime zum Besten geben. Am Ende wurde ich gesund entlassen.

Ein weiteres Mal musste ich einen Arzt aufsuchen, weil ich eine Virusinfektion hatte, die zu Gleichgewichtsstörungen geführt hat. Dort wurde mir von meiner Reiseversicherung gleich ein Arzt in meiner Nähe empfohlen. Als eine Freundin eine Lebensmittelvergiftung hatte, habe ich sie ins Krankenhaus gefahren und bin geblieben, bis sie entlassen wurde. Ein Freund von mir hatte sogar eine Blinddarm-Operation in Australien. Leider hatte er die Dinge mit seiner Versicherung nicht geklärt und so wurde alles unnötig kompliziert – daher Augen auf bei der Wahl der Versicherung!

Flug / Bus / Touren verpassen:

Beim Verpassen von gebuchten Flügen, Bussen oder Touren kommt es immer darauf an, wer dies zu verschulden hatte. Generell gilt: Du solltest deine Termine und Abfahrzeiten immer im Blick haben! Trotzdem kann jedem Mal ein Fehler unterlaufen. Beispielsweise habe ich in Australien einmal ausversehen meinen Bus einen Tag zu spät genommen und habe dadurch meine Frazer Island Tour verpasst. Da ich selbst schuld war, wurde mir der Kaufpreis natürlich nicht erstattet. Trotzdem wurde mir im Gegenzug zu der 4-Tages-Tour eine 1-Tages-Tour angeboten. Generell gilt also, immer versuchen, das Beste für sich selbst rauszuschlagen – die meisten Firmen sind sehr kulant. Liegt das „Verschulden“ auf anderer Seite, solltest du auf jeden Fall auf dein Recht bestehen und dich niemals von einem ersten NEIN abwimmeln lassen. Als ich in Dubai, aufgrund von Krankheit, aus dem Flugzeug gezogen wurde, wurde mir zwar ein Flug für den nächsten Tag angeboten, eine Übernachtungsmöglichkeit sollte ich aber selbst bezahlen. Allerdings demonstrierte ich lauthals bis mir eine Übernachtung in dem Hotel der Airline gesponsert wurde.

Katastrophen:

Katastrophen können immer und überall passieren – ob es sich um Tierangriffe, Naturkatastrophen oder Terroranschläge handelt – als erstes gilt immer, sich so zu verhalten, wie es die Einheimischen tun. Schließlich kennen diese ihr Land und deren Gegebenheiten besser als du.

Beispielsweise wurde ich in Australien in meinen ersten Wochen öfter von Einheimischen aus dem Wasser geholt, da Hai- oder Krokodilangriffe dort möglich seien. Wenn du also am Strand bist und nicht ein Australier im Wasser ist, solltest du es auch nicht sein! Einheimische sind in den meisten Situationen der beste Maßstab dafür, was zu tun ist.

Solltest du von einem giftigen Tier gestochen oder gebissen werden, gerade in Australien, solltest du immer einen Arzt aufsuchen. Die betroffene Körperstelle mit der Wunde oder dem Biss solltest du ruhig halten und nicht selbst daran rumdoktern. Falls du das Tier siehst, solltest du im Bestfall ein Foto davon machen oder dir merken, wie es aussah. So können die Ärzte ein eventuelles Gegengift schneller finden. In Australien findest du an den Stränden erste Hilfsmittel mit Gegengiften und Verbänden.

Ansonsten kannst du dich immer bei der deutschen Auslandsvertretung beraten lassen.

Gewaltverbrechen:

Länder wie Australien, Neuseeland oder Kanada gehören zu den sichersten Reiseländern. Du brauchst dir also keine unnötigen Sorgen machen. Reise mit vernünftigem Menschenverstand und dann bist du auf der sicheren Seite. Betrinke dich nicht alleine in der Wildnis, vertraue nicht blind jedem Menschen, den du triffst und vertraue auf dein Bauchgefühl. Mache einfach nichts, was du in der Heimat nicht auch machen würdest, wie beispielsweise alleine, mitten in der Nacht nach Hause zu laufen. Die Städte sind meistens sicher, erkundige dich trotzdem vorab, wo du dich vielleicht nicht alleine rumtreiben solltest. Halte dich in abgelegenen Gebieten, wie beispielsweise der Wüste oder dem Outback, niemals alleine auf. Sollte es trotzdem unerwartet zu einem Verbrechen kommen, findest du Hilfe bei der Polizei ebenso wie bei der deutschen Auslandsvertretung.

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Es gibt immer eine Lösung!

Heimweh:

Viele, die das erste Mal alleine auf Reisen sind, verspüren irgendwann einmal den starken Wunsch nach Hause zu fliegen. Gerade, wenn im neuen Land noch alles neu ist und du vielleicht noch nicht genügend Kontakte geknüpft hat. Lasse dich davon aber nicht runterziehen. Anstatt dich zurückzuziehen, solltest du raus ins Leben gehen, dich Gruppen anschließen, Backpackerangebote nutzen und neue Leute kennenlernen. Denn dann vergeht das Heimweh meist von allein und du willst gar nicht mehr zurück. Trotzdem musst du dich für Heimweh nicht schämen – vielen wird es ähnlich gehen und vielleicht kommst du auch über dieses Thema mit anderen ins Gespräch. Kleine Tricks können auch helfen: koche dir dein Lieblingsessen oder kontaktiere deine Familie über Skype. Gerade an Tagen wie Weihnachten oder deinem Geburtstag kann das Heimweh dich ereilen. Daher solltest du dir für diese Tage etwas ganz Besonderes, zusammen mit anderen Leuten vornehmen, und die Vorzüge des anderen Landes nutzen. Wie wäre es den 24. Dezember mit einem Weihnachtsbaum und einer Nikolausmütze am Strand zu verbringen? Ist der Tag vom Ablauf her komplett anders als in der Heimat, vermisst man die heimischen Rituale meist weniger. Stress und Schlagmangel sind außerdem oft Auslöser von Heimweh – vielleicht gönnst du dir mal eine Nacht im Einzelzimmer und kommst etwas zur Ruhe!

“What doesn’t kill you makes you stronger!”

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Als Autorin und Gründerin von Cream & Travel berichte ich dir von meinen Abenteuern aus Berlin und der Welt und biete dir die Möglichkeit weltweit zu arbeiten und so deine Reisen zu finanzieren. Frei nach dem Motto: „Alles beginnt mit einem ersten Schritt – Buche jetzt!“

As the author and founder of Cream & Travel I´m taking you with me on my travels and offer you the possibility to work worldwide to finance yours, because everything starts with a first step!

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