Traumreise Israel

… ein Land zwischen den Meeren, zwischen traditionell und modern, zwischen Negativschlagzeilen und positiven Erlebnissen!

Nachdem ich drei Jahre lang zusammen mit Israelis in Australien gelebt hatte, wurde es Zeit, mir selbst ein Bild vom Holy Land zu machen. Israel wäre ohne die vorherigen Erfahrungen mit Israelis nicht unbedingt auf meiner Reiseliste gelandet – und ich hätte einiges verpasst! Fünf Stunden von Berlin nach Tel Aviv und gleich nach der Landung die erste Überraschung. Der Ben Gurion Airport gehört zu den Schönsten, die ich je gesehen hatte. Wird man in der riesigen Eingangshalle abgeholt, ist das schon ein Erlebnis. Zuerst muss man es aber durch die strenge Kontrolle schaffen. Mit ernstem Gesichtsausdruck werden einem viele Fragen gestellt und man hat das Gefühl, dass man von vorneherein unter Generalverdacht steht. In einem Land, das so viele Feinde hat, gehört das wohl zum Alltag. Verlässt man die Flughalle, kommt gleich die nächste Überraschung, denn in Israel ist es im August unheimlich heiß. Ich hatte zwei Monate Zeit und wollte mir nicht nur die pulsierende Metropole Tel Aviv anschauen, sondern mir ein Bild vom gesamten Land – was man in sieben Stunden längs bereisen kann – machen.

Israel – ein Land das nicht unbedingt auf meiner Reiseliste gelandet wäre – und ich hätte einiges verpasst!

Jerusalem – alle Religionen vereint an einer heiligen Mauer

Meinen ersten Stopp machte ich bei Freunden in der Gegend um Netanya, Ra´anana und Herzliya. Hightech-Start-ups reihen sich aneinander umgeben von staubigen Straßen und Stränden. An einem Freitag, an dem abends der heilige Shabat beginnt, fuhr ich das erste Mal nach Jerusalem. Jerusalem hat einen ganz besonderen Vibe, dem man sich nicht entziehen kann – eine Stadt wie aus einer anderen Zeit. Hier gibt es skurrile Dinge für Nichtreligiöse – wie einen Aufzug, den man an Shabat nicht betätigen kann und der somit in jedem Stockwerk anhält. Den Tag begann ich mit einem Besuch des Ben-Yehuda-Marktes. Hier ist es immer voll und laut. Ein buntes Stadtbild aus ultraorthodoxen Juden und Touristen. Dazwischen Gewürze, Hummus und andere landestypische Leckereien.

Ben-Yehuda-Markt

Bevor ich in die Altstadt von Jerusalem fuhr, ging es vorbei an der Hebräischen Universität von Jerusalem, von der aus man einen unfassbaren Blick über die Stadt hat. Die Altstadt Jerusalems ist in vier Teile aufgeteilt – das jüdische, das christliche, das muslimische und das armenische Viertel. Aus jedem Viertel führt der Weg am Ende zur heiligen Klagemauer. Hier beten alle Religionen zusammen. Männer mit der Kippa auf dem Kopf, im Gewand Tallit, an den kleinen Fäden befestigt sind, die Zizit. Sie wickeln sich Gebetsriemen, die Tefillin, um den Arm. Frauen in bodenlangen Röcken. Ebenso Frauen in Burka und Nonnen. Alle versammeln sich hier um ihre Gebete zu sprechen und ihre Wünsche, aufgeschrieben auf kleinen Zetteln, in die Klagemauer zu stecken. Dabei dreht man sein Gesicht nie weg von der Klagemauer und bewegt sich somit rückwärts. Ein einmaliges Bild. Auf dem Rückweg machte ich Halt im muslimischen Viertel, einem kleinen Markt, auf dem ich ein paar Souvenirs kaufte.

Altstadt Jerusalem

Klagemauer Jerusalem

Jerusalem hat einen einmaligen Vibe

Jüdische Männer versammeln sich hier um ihre Gebete zu sprechen und ihre Wünsche, aufgeschrieben auf kleinen Zetteln, in die Klagemauer zu stecken

Tel Aviv – pulsierend, modern, lebendig

Nach Jerusalem stand am nächsten Tag Tel Aviv am Mittelmeer auf dem Plan – eine andere Welt. Eine pulsierende, modere Stadt und das pure Leben. Sich durch den Sarona Market schlemmen, im Azerli Center oder in der Dizengoff und Shenkin Street shoppen. Entlang des Rothschild Boulevard spazieren. Sich am Hilton oder Gordon Beach entspannen mit den Klängen des beliebten Ballspiels „Matkot“ im Hintergrund. Tel Aviv ist alles andere als ruhig – es ist laut, es ist hektisch und es ist trendy. Überall hört man „Achi“ (Bruder), „Kapara“ (Süße) oder „Chaim sheli“ (Mein Leben). Die Israelis leben und lieben mit Haut und Haar. Am Abend flaniere ich entlang der Promenade in Richtung Jaffa. Dem alten Teil von Tel Aviv. Hier kehre ich in mein Lieblingsrestaurant „The old man and the Sea“ ein.

Tel Aviv – pulsierend, modern, lebendig

Jaffa

Azerli Center

Durch die Negev Wüste nach Elat

In den nächsten Tagen mache ich mich auf in den Südens Israels – nach Elat. Durch die beeindruckende Negev Wüste. In Mitzpe Ramon halte ich an und genieße den Ausblick über die Wüste. Angekommen am Roten Meer – klares Wasser und Korallen – richtiges Urlaubsfeeling. Es ist heiß aber nicht schwül. Ein Hotel reiht sich an das nächste. Und das Touri-Angebot ist groß. Ein Highlight: Tauchen mit Delfinen am Dolphin Reef. Hier sind die Delfine aber nicht eingesperrt, sondern sie kommen freiwillig her. Durch den Wellengang werde ich unter Wasser sogar etwas seekrank. Massagen, Märkte, Livemusik – Elat ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Mitzpe Ramon

Mitzpe Ramon

Mitzpe Ramon

Dolphin Reef

Lowest Place on Earth – das Tote Meer

Zurück in Tel Aviv mache ich mich am nächsten Tag auf den Weg zum Toten Meer. Drei Jahre lang hatte ich die Produkte vom Toten Meer verkauft – nun sollte ich das Erlebnis endlich selbst machen. Diesmal ging es durch eine Steinwüste zum „Lowest Place on Earth“. Ein buntbehangenes Kamel, dass ich schon von weitem durch das Lichtspiel der Wüste erkenne, erscheint mir zunächst wie eine Fata Morgana – doch es war echt. Angekommen am Toten Meer sah ich Menschen, die mit einem Buch in der Hand, auf dem Wasser trieben. Durch den hohen Salzgehalt im Wasser ist es unmöglich im Toten Meer zu sinken. Andere haben sich komplett mit dem schwarzen Mud eingerieben. Ich hatte mich natürlich vorher rasiert und so hatte ich wenig Spaß mit dem Salz. Allerdings genoss ich im Ein Gedi Spa die beste Massage, die ich je hatte. Ein Weltwunder und ein ganz besonderer Platz.

Fata Morgana?

Dead Sea

Durch den hohen Salzgehalt im Wasser kann man im Toten Meer nicht sinken

Der grüne Nordens Israels – Bahai Gärten, Haifa und See Galilee

Weiter ging es für mich in Richtung Norden. In Haifa besuchte ich die Bahai Gärten. Eine unfassbar schöne Aussicht, für die alleine sich ein Besuch bereits lohnt. Die Gärten, der Hafen – wunderschön! Weiter fuhr ich zum See Galilee, die Frischwasserquelle Israels. Hier nistete ich mich in einem sogenannten Zimmer ein. Im Norden vermieten viele Anwohner einen Teil ihrer Wohnung als Ferienwohnung – zur Standardausstattung zählt ein Whirlpool neben dem Bett. Zudem ließ ich mich zu einer Wildwassertour hinreißen.

Bahai Gärten, Haifa

Israelischer Humor a lá Shahar Hason und Yohay Sponder

Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten schätze ich besonders das leckere Essen – Hummus, das Beste, was aus Kichererbsen entstehen kann, Shakshuka und Fisch. Die unglaublich netten Menschen und die besonderen Traditionen. Das heilige Shabat Dinner an Freitagen sowie all die jüdischen Feiertage. Bevor mein erster Aufenthalt im Holy Land sich dem Ende neigte, gab es noch ein besonders Highlight. Der Funny Monday – Israeli Standup-Comedy auf Englisch mit Shahar Hason und Yohay Sponder im Chelsea Hotel, in der Nähe des Sarona Markt. Ein unglaublich witziger Abend ging zu Ende und damit meine erste Reise nach Israel – von der ich mehr als begeistert war!

Tel Aviv Beach

Israel ist ein absolut traumhaftes Fleckchen auf dieser Erde – meiner Meinung nach zu Unrecht betitelt mit Negativschlagzeilen. See you soon Israel – es war nicht das letzte Mal!

creamandtravel

Als Autorin und Gründerin von Cream & Travel berichte ich dir von meinen Abenteuern aus Berlin und der Welt und biete dir die Möglichkeit weltweit zu arbeiten und so deine Reisen zu finanzieren. Frei nach dem Motto: „Alles beginnt mit einem ersten Schritt – Buche jetzt!“

As the author and founder of Cream & Travel I´m taking you with me on my travels and offer you the possibility to work worldwide to finance yours, because everything starts with a first step!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.