Viele Wege führen durch Rom

…eine Stadt, die einem Museum gleicht, nicht die beste Pizza der Welt und ein beeindruckendes Kolosseum!

Wie lässt sich ein Jahr besser starten, als mit einem Städtekurztrip? Gar nicht! Und genau deswegen entschloss ich mich zusammen mit einer Freundin für ein paar Tage nach Rom zu fliegen, um 2018 gebührend willkommen zu heißen! In diesem Jahr standen viele Veränderungen an – daher wollten wir Vergangenes noch einmal Revue passieren lassen und Neues willkommen heißen – und wo geht das besser, als in einer beeindruckenden Stadt wie Rom?

Anfang Januar standen wir morgens um vier Uhr am Flughafen Schönefeld in Berlin – es war kalt, es war dunkel und wir konnten es nicht abwarten, endlich die Sonne wiederzusehen. Gelandet in Rom, schien uns die Sonne ins Gesicht und nach dem langen Winter hob sich die Laune schlagartig. Mit dem Taxi ließen wir uns vom Flughafen bis zum Wahrzeichen der Stadt bringen. Einen ersten Blick auf das beeindruckende Kolosseum konnten wir bereits erhaschen, bevor wir durch die kleinen italienischen Gassen vorbei an dem beeindruckenden Monumento a Vittorio Emanuele II zu unserem Bed and Breakfast liefen. Eine kleine nette Pension in der Nähe der Piazza Navona. Der Magen war leer und so freute ich mich auf meine erste echte italienische Pizza. Lecker, aber nicht umwerfend, war das Urteil. Aber wir waren gerade erst angekommen und hatten noch einige Leckereien vor uns.

Kolosseum

Kolosseum

Monumento a Vittorio Emanuele II

Monumento a Vittorio Emanuele II

Der Blick aus unserem Apartment

Piazza Navona – Dreh und Angelpunkt unserer Reise

Wir hatten uns viel vorgenommen – ein Städtetrip ist immer anstrengend. Gerade, wenn sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste reiht. Über die Piazza Navona liefen wir durch Rom. Um den Stadtplan zu studieren, wie Oldschool von meiner Freundin, ließen wir uns kurz nieder. Als wir aufschauten entdeckten wir, dass wir direkt vor der großen Synagoge in Rom saßen. Wir beschlossen, uns diese am nächsten Tag auch von innen anzuschauen. Schicksal!

Die kleinen Gassen in Rom sind wunderschön

Piazza Navona

Google Maps 2.0 – wie oldschool

Große Synagoge

Wir stiefelten die Treppen zum Kapitol hoch und genossen die Aussicht bei dem schönen Wetter. Weiter ging es zum Forum Romanum – die Ruinen des früheren Mittelpunkt Roms, eingebettet in das neue Rom. Unglaublich, dass diese prachtvollen Altbauten zum Teil noch erhalten sind. So konnten wir uns nicht nur ein Bild davon machen, wie es früher ausgesehen haben muss, sondern gleichzeitig auch in eine andere Welt abtauchen.

Kapitol

Wir stiefelten die Treppen zum Kapitol hoch und genossen die Aussicht bei dem schönen Wetter

Kapitol

Forum Romanum

Forum Romanum

Am ersten Abend saßen wir völlig fertig in einem Restaurant und konnten uns kaum bewegen. Ich wüsste nicht, wann wir das letzte Mal so viel gelaufen waren. In Rom lohnt es sich nicht, den Bus oder ein Taxi zu nehmen, denn alles ist miteinander verbunden und man würde zu viel verpassen. Die gemeinen Pflastersteine machen es einem aber nicht gerade angenehmer. Daher der erste Tipp – bequeme Sportschuhe sind hier ein Muss, um die Stadt zu erkunden.

Rom

Pantheon – und wie ein Opernsänger uns eine Gänsehaut nach der nächsten bescherte

Am nächsten Morgen saßen wir beim Frühstück und planten unser Tagesprogramm. Zuerst machen wir uns auf zu der großen Synagoge und ließen uns durch das Museum, ebenso wie durch die Synagoge selbst führen. Während die meisten Synagogen eher schlicht gehalten sind, war das Exemplar in Rom sehr pompös und ähnlich wie die Kirchen hier sehr prachtvoll.

Streifzug durch Rom

Große Synagoge

Vorbei am Tempel des Portunus und dem Tempel des Hercules Victor erhaschten wir von außen einen Blick auf das Wahrzeichen Bocca della Verità – dem Lügendetektor der Vergangenheit. Nach einer ausgiebigen Mittagspause, die uns essentechnisch erneut enttäuschte, ging es weiter zur Spanischen Treppe. Rom platze aus allen Nähten und war voller Touristen, weswegen es an den Hauptsehenswürdigkeiten immer schwer war, ein gutes Foto zu bekommen. Denn leer war es leider nie. Trotzdem versuchten wir unser Glück natürlich.

Tempel des Portunus

Tempel des Hercules Victor

Bocca della Verità

Spanische Treppe

Touristenmassen an der Spanische Treppe

Durch die Einkaufsstraßen, in denen sich auch immer wieder verdeckte Kirchen entdecken ließen, ging es zu unserem nächsten Punkt auf der Liste – dem Pantheon, wo wir eines meiner Highlights der Reise erlebten. Während man im Pantheon selbst kein Wort von sich geben darf, stand draußen vor dieser beeindruckenden Kulisse ein Opernsänger und erzeugte bei mir einen Gänsehaut-Moment nach dem nächsten. Also entschlossen wir uns dazu, uns einen Wein und Käsehäppchen zu gönnen und uns das Spektakel anzuschauen, so lange wie es dauerte – bis spät in den Abend. Auf dem nach Hause weg suchten wir nach einer Möglichkeit einen Absacker zu trinken und einen kleinen Mitternachtssnack einzunehmen und stießen dabei auf die sehr empfehlenswerte MIMI E COCO Wine Bar. Eine ganz kleine, schnuckelige Bar, mit supernettem Personal, super Getränken und einer riesigen Portion Bruschetta for free, von der man mehr als satt wurde und die dazu extrem lecker war. Fortan war dies unser persönlicher PLACE TO BE.

Überall in den Einkaufsstraßen entdeckten wir Kirchen

Pantheon

Pantheon

Pantheon

Mein Highlight: Der Opernsänger vor dem Pantheon

Wein und Häppchen vor dem Pantheon

MIMI E COCO Wine Bar – Place to be

Kolosseum – Eine Sehenswürdigkeit, die mich sprachlos machte

Am nächsten Tag waren wir etwas übermüdet von dem nächtlichen Geschrei vor unserem Apartment, freuten uns aber trotzdem auf einen weiteren Tag voller Highlights. Erster Stopp Trevi Brunnen – auch hier war es unfassbar überfüllt, weswegen man den Brunnen in seiner ganzen Pracht nicht genießen konnte. Trotzdem warfen wir eine Münze in den Brunnen und wünschten uns etwas. Was wird natürlich nicht verraten!

Trevi Brunnen

Trevi Brunnen

Weiter zum Kolosseum, dass wir uns diesmal von innen anschauen wollten. Ich erwartete nicht besonders viel, denn meist sind die Sehenswürdigkeiten, die am meisten angepriesen werden, doch nicht so toll. Ich sollte mich irren. Das Kolosseum war einfach beeindruckend. Als die Sonne durch die Steinwände fiel, stellte ich mich vor, wie hier früher Kämpfe stattgefunden hatten und musste unweigerlich an eine Szene aus Game of Thrones denken. Das Amphitheater erschien noch wie aus einer anderen Zeit. Endlich machte mich mal wieder etwas sprachlos und so stand ich in diesem geschichtsträchtigen Bau, genoss die Stille und hier und da ein deutsches Wort der vielen Touristen. Zudem hatte man von hier einen wunderbaren Blick auf den Triumphbogen, oder auch Titusbogen genannt, dem ältesten erhaltenen Triumphbogen der antiken Stadt. Nachdem wir das Kolosseum wieder verlassen hatten, tranken wir einen Kaffee auf der anderen Straßenseite und schauten das Gebäude noch eine ganze Weile nachdenklich an. Genau an diesem Ort würde noch etwas Großes passieren.

Kolosseum

Kolosseum

Kolosseum

Kolosseum

Triumphbogen, oder auch Titusbogen genannt

Nachdem wir das Kolosseum wieder verlassen hatten, tranken wir einen Kaffee auf der anderen Straßenseite und schauten das Gebäude noch eine ganze Weile nachdenklich an

Die Treppen des Todes – Petersdom

An unserem letzten Tag setzte der Regen ein – es war eben doch erst Januar. Bewaffnet mit einem Schirm bahnten wir uns unseren Weg, vorbei an der Engelsburg, zum Heiligsten in Rom – dem Petersdom. Der Platz, an den jedes Jahr so viele gläubige Menschen pilgern, und der Platz, wo der Papst seine Reden schwingt, die meine Oma sich dann sonntags im Fernsehen anschaut. Am Petersdom wurden wir gefragt, ob wir den Aufzug oder die Treppen nehmen wollten. Schon da hätten wir hellhörig werden sollen. Wir entschieden uns für die Treppen – aber der Petersdom ist wirklich verdammt hoch und so kamen wir schnaufend und völlig außer Atem oben an. Die Aussicht über Rom, bis auf das, was von den riesigen Figuren verdeckt wurde, war wunderschön. Noch beeindruckender fand ich allerdings den Blick von oben in das Innere des Petersdoms. Unfassbar, dass Menschenhände so etwas erbaut haben. Die ganzen Verzierungen, einzelnen Steine und Kacheln. Als wir dann ein Schild entdeckten, mit dem Hinweis, dass Menschen mit körperlich eingeschränkter Fitness auf die Treppen verzichten sollten, mussten wir lachen. Die Päpstliche Schweizergarde, mit ihren bunt gestreiften Anzügen, erinnerte mich zwar eher an einen Karnevalsumzug als an eine heilige Truppe, aber gut – Geschmäcker sind verschieden. Auf dem Rückweg zu unserem Apartment entdeckten wir gleich neben unserer Lieblingsbar das beste Tiramisu in Rom – Two Sizes! Man sollte sich hier für die kleinere Größe entscheiden, denn dann kann man alle Sorten probieren.

Engelsburg

Engelsburg

Petersdom

Petersdom

Verzierungen im Petersdom

Petersdom

Petersdom

Petersdom

Petersdom

Die Garde des Papstes, in ihren bunt gestreiften Anzügen

Das beste Tiramisu in Rom – Two Sizes

Das beste Tiramisu in Rom – Two Sizes

Whatever it takes

Am letzten Abend hatten wir noch etwas ganz besonders vor, also suchten wir uns ein ruhiges Restaurant und begannen unsere Wünsche für das neue Jahr aufzuschreiben, ebenso wie all das, was wir im alten Jahr zurücklassen wollten. Bevor es für uns zum Flughafen ging, verbrannten wir alles Schlechte aus 2017, um es endgültig hinter uns zu lassen. Mit dem Taxi machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, ein letztes Mal vorbei am Kolosseum. „Whatever it takes“ dröhnte aus dem Radio und wir schmissen unsere Wünsche für dieses Jahr aus dem Fenster – ob sie in Erfüllung gegangen sind? Dazu mehr Ende des Jahres!

Kolosseum

P.S. Warum wir DAS vor der Synagoge gefunden haben, weiß keiner. Lustig war es trotzdem 🙂

creamandtravel

Als Autorin und Gründerin von Cream & Travel berichte ich dir von meinen Abenteuern aus Berlin und der Welt und biete dir die Möglichkeit weltweit zu arbeiten und so deine Reisen zu finanzieren. Frei nach dem Motto: „Alles beginnt mit einem ersten Schritt – Buche jetzt!“

As the author and founder of Cream & Travel I´m taking you with me on my travels and offer you the possibility to work worldwide to finance yours, because everything starts with a first step!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füge Standortdaten in den Widget-Einstellungen hinzu.